Unter Weinlaien wird in regelmäßigen Abständen die Frage aufgeworfen, was der Eiswein eigentlich mit Winter zu tun hat? Die Antwort darauf ist verblüffend einfach: Die Ernte der Weintrauben, aus denen Eiswein gewonnen wird, findet in der kalten Jahreszeit statt. Die in Wintermonaten schon überreifen Trauben werden erst bei einer Temperatur von unter -7°C, in einem „durchfrosteten“ Zustand, geerntet. Das geschieht vor allem in den frühen Morgenstunden, wenn die Tagestemperaturen ihren Tiefpunkt erreicht haben. Der Saft dieser gefrorenen Trauben ist sehr süß und weist einen hohen Öchslegrad auf. Das Wasser in ihnen ist größtenteils gefroren und kann bei der Eisweinerzeugung mit Hilfe von speziellen physikalischen Prozessen extrahiert werden. Aufgrund dessen ist die Menge an durch die Pressung gewonnenen Eisweins nicht sehr groß. Die hohen Preise für Eiswein entstehen jedoch nicht nur durch die geringe Ausbeute, sondern auch durch die unwirtlichen Arbeitsbedingungen, die eine Eisweinlese charakterisieren. Eiswein, den es für geringe Preise zu kaufen gibt, ist deswegen höchstwahrscheinlich maschinell geerntet worden.
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Pingback by Kritik an Arbeitsbedingungen auf Südafrikas Weinfarmen — 23. August 2011 @ 17:30