Zu einem guten Essen gehört ein guter Wein, das weiß jeder Genießer und bestellt sich daher selten ein abendliches Dinner ohne den passenden edlen Tropfen. Ob man sich für einen Rotwein oder einen Weißwein entscheidet, für süße oder doch eher trockene Trauben, das hängt vom Menü ab und auch ein wenig vom persönlichen Geschmack. Wichtig ist in erster Linie, dass das beliebte alkoholische Getränk sein volles Aroma entfalten kann und damit eine optimale Gaumenfreude bieten. Eine bedeutende Rolle spielt hier bei die Gradanzahl. Denn mit der richtigen Temperatur serviert, schmeckt Wein noch einmal so gut.
Früher hieß es schlicht, dass Weißwein gut gekühlt sein, Rotwein hingegen stets bei Zimmertemperatur getrunken werden sollte. Inzwischen gilt es, Unterschiede zu machen, will man den Wein richtig genießen. Zudem versteht heutzutage jeder unter Zimmertemperatur etwas anderes als noch vor 200 Jahren, und das individuelle Empfinden zum Zeitpunkt des Trinkens kann sich von Mal zu Mal wenig unterschiedlich gestalten. Dennoch gibt es von Experte erstellte Richtwerte. So werden für leichte, junge und tanninarme Rotweine Richtwerte zwischen 14 und 16 Grad angegeben, während gehaltvolle, riefe Rotweine zwischen 16 und 18 Grad warm sein sollten, zum Zeitpunkt der Einnahme. Zwei Grad Celsius mehr sollten es bei besonders alten und sehr schweren Rotweinen wie z.B. einem Barrique sein. Weißweine, Sekt und auch Champagner hingegen überschreiten die Grenze von 10 Grad nicht, und auch Rosé, Sherry und Port munden am Besten zwischen 10 und 12 Grad. Doch jeder Geschmack ist anders. Hauptsache, man genießt die edlen Tropfen. Bei welcher Temperatur auch immer.